Kirchenchor Großmugl

gemischter Chor in vierstimmiger Besetzung

Der Chor singt zu kirchlichen Hochfesten und auf Wunsch bei Begräbnissen und verschiedenen Feierlichkeiten.

Ein traditioneller Fixpunkt ist das Adventsingen in unserer Pfarrkirche.

Wir laden Sie herzlich ein, bei uns mitzusingen!

unsere nächsten Termine

Probentermine

 


Johannes Passion von Heinrich Schütz

Kirchenchor Großmugl

 

Sänger am Chor

Zur Zeit sind wir ein kleiner gemischter Chor von ca. 15 Sängerinnen und Sängern, der zumeist in klassischer 4-stimmiger Besetzung singt.

Da wir sehr gerne singen, ist es für uns selbstverständlich, dass wir regelmäßig proben, um unsere Stimmen geschmeidig zu halten und die ausgewählte Literatur überzeugend und sicher in Intonation und Stil darbieten zu können.

 

 

 

 

Chorliteratur

Chor von hinten

- klassische Kirchenmusik
- moderne und rhythmische Gesänge
- Volkslieder

Der Chor singt zu kirchlichen Hochfesten und auf Wunsch bei Begräbnissen und verschiedenen Feierlichkeiten.

Ein traditioneller Fixpunkt ist das Adventsingen in unserer Pfarrkirche.

 


Chor im GartenFalls Sie auch gerne singen und regelmäßig zur Probe kommen können,
laden wir Sie herzlich ein - singen Sie bei uns mit.

Besonders freuen würden wir uns über Sopran- und Bass-Stimmen.

Ansprechpartner: Maria Mayr – 02268/6159 mayrst8@gmail.com

 


Sie können uns hören...

 

... in der Kirche

Als Kirchenchor ist es uns selbstverständlich, die hohen Festtage musikalisch zu gestalten.
nähere Info bei Maria Mayr – 02268/6159 mayrst8@gmail.com

 

Probentermine

üblicherweise Dienstag 19:00 Uhr
nähere Info bei Maria Mayr – 02268/6159 mayrst8@gmail.com

 

Johannes-Passion von Schütz

Passionskonzert GroßmuglZum 150 jährigen Jubliäum des Chores „Einklang 1861 Hollabrunn“ wurde unser Kirchenchor eingeladen, mit ihnen die Johannes-Passion in der Originalversion nach Heinrich Schütz einzustudieren.

Da unser damaliger Chorleiter Gerhard Sulz auch der Leiter von der Chorvereinigung „Einklang 1861“ war, hat er die beiden Chöre zu einem leistungsfähigem Ensemble zusammengestellt. 

Gerhard Sulz übernahm neben der Leitung die anspruchsvolle Rolle des Evangelisten. Die weiteren großen Partien, Jesus (Martin Guthauer) und Pilatus (Christian Zehetner), wurden mit erfahrenen und studierten Sängern, die kleineren Rollen wie Magd, Knecht und Petrus aus dem Chor besetzt. 

Den Vorspann zur Passion bildeten  Gospels und Werke aus dem 20. Jahrhundert bilden.

Das Programm samt einer medidativ einführenden Betrachtung durch Pfarrer  Wolfgang Brandner nach dem 1. Teil bzw. vor der Passion ("Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heylandes Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Johannes") ermöglichte eine seltene Stunde der Besinnung vor den österlichen Feiertagen.

 

Zur Geschichte der Passionen

Ab dem 5. Jahrhundert war es Brauch geworden, die Passion vorzutragen, und zwar durch Priester auf dem sogenannten Passionston. Im Mittelalter wurden Passionen bereits in verteilten Rollen gesungen (Priester=vox Christi= Christus, Diakon=vox Evangelista=Evangelist, Subdiakon=Soliloquenten=übrige Stimmen=turbae wie Jünger, Juden, Hohepriester, Zeugen, Mägde usf).

Schon vor der Reformation ergeben sich Erweiterungen und Verzierungen, die über die Gregorianik hinausreichten, es entstanden erstmals mehrstimmge Chöre für die Turbae, die Volk-Szenen. Ab ca 1450 traten die Stimmen der drei Geistlichen in Quint-Quartabständen zusammen, die beiden falschen Zeugen begannen zweistimmig zu singen (sie waren sich eben einig, gaben aber dennoch falsches Zeugnis, indem man sie als Erste zweistimmig singen ließ).

Bis ins 16. und 17. Jahrhundert unterscheiden sich die liturgischen Passionsrezitationen bei den Katholiken und Reformierten kaum voneianander. Schütz als erster großer deutscher und reformatorischer Musiker stellt den Höhe- und Endpunkt der Art der Rezitativ-Passion mit der sogenannten "Passions-Historie" dar. Hier gibt es keine Unterbrechung des Luther-Evangeliumstextes, am Anfang die "Einleitung" und am Ende den "Beschluss". Dieser Typ der Passion hatte sich von den Zwängen der Gregorianik befreit und ließ freie Rezitative des Evangelisten zu, die letztlich eine musikalisch transformierte Verwandlung der Sprechmelos darstellen. Schütz war als Vokal darin ein Meister seines Faches.

Die späteren Bach-Passionen sind als "oratorische Passionen" (Evangeliumstexte unterbrochen durch freie Einschübe mit außerbiblischen Texten - Arien, Chöre, Choräle) zu werten, das sogeannnte "Passionsoratorium" (z.B. "Christus am Ölberg" von Beethoven) verzichtet in der Regel auf Bibeltexte.

Die Johannes-Passion von Heinrich Schütz

SWV 481 (um das Jahr 1666):

Schütz (1585-1672) geht bei der Rolle des Evangelisten vom Gerüst des choralen Lektionstones aus, der sich durch das ganze Werk seiner Passionen zieht.

Doch erweitert Schütz den tonalen Umfang, womit er dem Evangelisten die Möglichkeit verschafft, die Erzählungen in verschiedenen Stimmlagen anschaulicher wiederzugeben. Ausdrucksvolle Wendungen, kleinere Melismen (melodische Verzierungen) usf. verraten zudem die persönliche Anteilnahme des nüchternen Berichterstatters. Oftmals vermittelt der Evangelist nicht die Reden anderer Personen, sondern kommentiert sie subtil.

Christus steht im Mittelpunkt der johanneischen Leidensgeschichte, die nüchtern sachliche Erzählung, hingerichtet auf Prozess und Hinrichtung Jesu, korrespondiert mit dem phrygischen (E-)Modus, der Tonart der schmerzlichen Affekte.

Die chorischen Einwürfe sind bei Schütz immer knapp, auf wenige Sekunden verdichtet. Oft dient ein prägnantes Motiv in Imitationen dazu, das vielfältige, später einstimmige Schreien der Massen nachzuahmen.